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Benachrichtigungstext

Im Zentrum unserer Aufführung steht die Szene aus dem „gefesselten Prometheus“ von Aischylos. Kratos erteilt den Befehl, dass Hephaistos den Prometheus  an den Felsen des Kaukasus schmieden muss. Mit Schmerz und Widerwillen führt Hephaistos diesen Befehl aus:

 

 

 

„Den verwandten Gott

Wider meinen Willen muss ich, wider deinen

Mit eh'rnen Fesseln unlösbar an diesen Fels,

Den Menschen ferne, schmieden, wo nicht sterblich Wort,

Nicht Wesen naht, wo in der Sonne greller Glut

Versengt des Leibes Blüte welkt.

   

Dem prometheischen Schaffen steht die Zukunft vor Augen. Er schafft für die Zukunft, er geht voran, wie der dionysische Geist. Im musikalischen Schaffen ist bei Beethoven viel von diesem prometheischen, dionysische Geist zu erleben. So beginnen wir unser Programm mit dem „Sturm“ von Ludwig van Beethoven.

 

Mit dem russischen Dichter, Schauspieler und Sänger Wladimir Wyssozki (1938 – 1980)  wenden wir uns zum lebendigen, kräftigen Organismus der Erde.  ... wer hat gesagt, dass die Erde gestorben ist ? Nein, sie klingt, aus allen ihren Wunden, allen ihren Öffnungen- sie singt!

 

Die Eurythmie ist eine expressive Kunst, die sich für den Ausdruck  des ganzen menschlichen Leibes bedient, in den hineingegossen sind das Fühlen und der Charakter. Sie wird so zur dionysischen Kunst. Dem dionysischen Menschen ist der Geist der Schwere zuwider, weil er das Leben nicht erleichtert, sondern niederdrückt.  Mit der selbstgeschaffenen Weisheit bewegt sich der dionysische Geist leicht durch die Welt wie ein Tänzer (R.St. GA5). 

 

Leicht, heiter und tänzerisch endet unser Programm mit Humor und der Sonatina in G-Dur von Antonín Dvořák. Viel Freude!

 

Eurythmie:                               Teresa Hampe, Olrike Kleeberg, Katja Pfaehler, Sonja Wudy,

      Franziska Voglstätter, Johannes Lehner, Hans-Peter Strumm,

      Thomas Sutter

Rezitation:                                Karin Croll, Gabriela Maria Gerber

Piano:                                       Christoph Gerber

Lichteurythmie:                        Sylvia Sutter

 

Bühnenaushang:                        in Pflanzenfarben gemalt von Elisa Dudinsky